Zazen

Das Herz der Zen-Praxis ist Zazen, das ruhige Sitzen im weiten Raum der Stille.

Körper und Geist, vertieft in das Sitzen, sind verankert in der Gegenwart, die Vergangenheit und Zukunft umfasst. Diese Art der Praxis wurde von Buddha Shakyamuni weitergegeben von Generation zu Generation bis in unsere heutige Zeit.

Man sitzt auf einem Kissen in einer aufrechten natürlichen Haltung, die Beine gekreuzt, die Wirbelsäule aufgerichtet, die Schultern entspannt, ohne sich nach rechts oder links, nach vorne oder hinten zu neigen. Die Aufmerksamkeit des Bewusstseins ist gerichtet auf die Haltung des Körpers und die Atmung.

Zazen-Zeiten

Mo 19:00 – 20:30 Uhr
Mi 07:00 – 08:30 Uhr*
Do 07:00 – 08:30 Uhr
19:00 – 20:30 Uhr**
Fr 07:00 – 08:30 Uhr*
So 19:00 – 20:30 Uhr

* Anschließend Frühstück mit Busshô-Kapila-Rezitation

** Samu-Arbeiten alle 14 Tage im Anschluss

Die Atmung geht leicht durch die Nase ein und aus und man lässt die Gedanken wie alle Phänomene des Bewusstseins kommen und gehen gleich Wolken, die am weiten Himmel vorbeiziehen.

In dieser Haltung – ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Spannung und Entspannung verwirklichend – können Körper und Geist zu ihrer ursprünglichen Vitalität und Klarheit zurückfinden.

Durch die Konzentration auf die Zazen-Haltung und eine langsame, sachte Ausatmung entleert sich der Geist von allen Konzepten, Ideen, vorgefassten Meinungen und Bildern über sich selbst und die Welt. Körper und Geist kehren zur Gegenwart zurück, zum realen Leben von Hier und Jetzt. So kann das Dasein als solches, so kann unverstellte Wirklichkeit unmittelbar erfahren werden.

 

Im Prozess des Loslassens von Ideen und Vorstellungen öffnen sich Körper und Geist unbewusst natürlich für das allgegenwärtige kosmische Leben und erfahren so die Verbundenheit mit allen Existenzen.

Zazen übt man ‘mushotoku’ – ohne etwas erlangen zu wollen, ohne Streben nach Gewinn und Nutzen.